Erfolg “to-go”
Balzac Gründerin Vanessa Kullmann kann ohne zögern als Erfolgsmensch bezeichnet werden: 1996 lebte Kullmann einige Zeit in New York, wo sie unterschiedliche Praktika absolvierte. In ihren Pausen reihte sich Vanessa oft in die Schlange bei Starbucks ein, um für sich und ihre Kollegen einen Kaffee zu holen.

Die bis dato in Deutschland unbekannte „Coffee-to-go“ Kultur der Amerikaner faszinierte die Textilbetriebswirtin dermaßen, dass sie die Idee entwickelte, ihren eigenen Coffeeshop in ihrer Heimat zu eröffnen. In Seattle besuchte sie den dreitägigen Workshop: „How to open a Coffee Shop“.
Zurück in Deutschland, in ihrer Heimatstadt Hamburg: Vanessa Kullmann, die sich bisher noch überhaupt nicht mit der Herstellung von Kaffee beschäftigt hat, experimentiert im Waschkeller ihrer Eltern so lange mit deren Espressomaschine, bis diese die perfekte Crema produziert.
Bereits ein halbes Jahr später, nachdem sie sämtliche bürokratischen Hürden beiseite geschafft hatte, eröffnete Kullmann mit gerade einmal 26 Jahren ihre erste Balzac Filliale in Hamburg. In ihrem ersten Laden stand Kullmann alleine hinter dem Tresen, arbeitete bis zu 15 Stunden täglich. Heute gibt es fast 40 Fillialen in Hamburg, Berlin, Lübeck, Hannover.
Was zeichnet Erfolgsmenschen wie Vanessa Kullmann aus? Zunächst einmal Zielstrebigkeit. Von vielen nicht ernst genommen, als junge Frau belächelt, die sich eine fixe Idee verrannt zu haben schien, ließ sich dennoch nicht von ihrem Ziel, dem eigenen Coffeeshop, abbringen. Ließ sich nicht beirren, räumte Stein für Stein aus dem Weg und ging keine Kompromisse ein.
Der unbeirrbare Glaube daran, dass alles machbar ist, scheint ebenso eine Eigenschaft von Erfolgsmenschen zu sein.
„Natürlich sind mir zwischendurch leichte Zweifel gekommen. Aber ich habe immer so fest an meine Idee geglaubt, dass ich einfach viel zu stur war, um aufzugeben. Ich dachte: Warum soll ich nicht auch schaffen, was andere vor mir geschafft haben?” sagt Kullmann.
Erfolgsmenschen wie Kullmann haben keine Angst sich auf etwas Neues einzulassen und sind lernbereit. Die gelernte Textilbetriebswirtin hatte keinerlei Erfahrungen in der Kaffebranche, ihre Beziehung zu Kaffee bestand bis dato vor allem darin, dass sie ihn gerne trank.
Die Geschichte der Unternehmerin des Jahres 2006 zeigt, dass Erfolg keine reine Glückssache, sondern planbar ist. Erfolgsmenschen wie die Hanseatin sind aktiv, immer in Bewegung, bleiben nicht lange auf der Stelle stehen.
In ihrem Buch: „Keine große Sache“ beschreibt die Hanseatin, wie sie sich ihren Traum vom eigenen Coffeeshop erfüllte.
2 Kommentare zu Erfolg “to-go”
Antonia B.
28. Juli 2009 um 17:50
Ich habe díe Biographie von Vanessa Kullmann gelesen. Sie ist wirklich eine bemerkenswerte Frau!
Matze
17. August 2010 um 21:30
Ja, stimmt eine sehr bemerkenswerte Frau! Auch wenn ich der Meinung bin, das es sehr schwer ist sich in etwas selbständig zu machen, bei dem man noch keine Erfahrung hat, scheint es doch möglich zu sein…..
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