Die Bildungsprämie – eine Anleitung

Geschrieben von Rebecca Wanzl am 17. Mai 2010

Ich bin oft überrascht, dass Informationen über aktuelle Weiterbildungsförderungen offenbar nicht den direkten Weg zu den Interessierten finden. Zahlreiche Webseiten informieren gut aufbereitet über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung von Weiterbildung, z.B. www.bildungspraemie.info oder www.bildungsscheck.com. Wie aber weiß ich als Weiterbildungsinteressierte, wo ich danach suchen soll? Und noch dazu: Die einzelnen Fördermaßnahmen haben unterschiedliche Namen und sind über verschiedene Träger zu beantragen; muss ich also schon bei der Suche wissen, welche Weiterbildungsförderung für mich in Frage kommt? Ich habe mir einige Förderungsmaßnahmen angesehen und stelle heute die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor.

Der Prämiengutschein z.B. ist ein zentraler Bestandteil der Bildungsprämie. Er bietet finanzielle Unterstützung bei geplanten Weiterbildungsvorhaben. Und wie funktioniert das genau? Ganz einfach: Ich suche mir eine Weiterbildung und ein bis drei Anbieter aus und beantrage bei einer der im Internet veröffentlichten Beratungsstellen den sogenannten Prämiengutschein; wichtig dabei ist, dass die von mir angedachte Weiterbildung in meine Berufsbiografie passt, also meinem eingetragenen Bildungsziel entspricht…der Feng Shui Berater fällt also schon mal aus. Um mein Bildungsziel sicherzustellen, kann der Prämiengutschein nur von den ausgewiesenen Beratungsstellen und nur vor Beginn meiner Weiterbildung ausgestellt werden. Den Prämiengutschein, der 50% bzw. max. 500 Euro Zuschuss für eine Weiterbildung beinhaltet, reiche ich mit meiner Anmeldung für die Weiterbildungsmaßnahme beim jeweiligen Anbieter einfach ein. Ich leiste bei meinem Weiterbildungsanbieter nur die Kosten abzüglich der gewährten Förderung. Um die komplette Abwicklung, d.h. die Erstattung des Gutscheinwertes, kümmert sich dann der Weiterbildungsanbieter – mein Teil ist also erledigt. Trotzdem muss ich bei dieser Förderung etwas beachten: Der Prämiengutschein z.B. ist nach Ausstellung durch die Beratungsstelle nur drei Monate gültig, d.h. gut geplant finanziert sich meine Weiterbildung leichter – auch an der DUW, denn vor allem für die Finanzierung der Zertifikatsprogramme kann der Prämiengutschein herangezogen werden. Informatives erhalten alle Interessierten unter www.bildungspraemie.info, bei der kostenfreien Hotline des BMBF unter 0800/26 23 000 und selbstverständlich in der DUW-Studienberatung!

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5 Kommentare zu Die Bildungsprämie – eine Anleitung

Frank

29. September 2010 um 15:23

Ich lese heute zum ersten Mal etwas über die Bildungsprämie. Es ist schade, dass solche Fördermöglichkeiten nicht stärker beworben werden. So wird das Ziel, dass auch einkommensschwächere Bevölkerungsschichten sich weiterbilden nicht gefördert. :-(

Rebecca Wanzl

30. September 2010 um 19:53

Lieber Frank,
das sehe ich bzw. sehen wir von der Studienberatung genauso. Und hier geht es nicht nur um Förderungsmöglichkeiten von einkommenschwächern Bevölkerungsschichten, sondern m.E. auch um generelle Unterstützung bei der Finanzierung von Weiterbildungen. Dass hier ein Bedarf besteht, erfahren wir immer mal wieder – und können z.T. ja auch Lösungen anbieten.

Frank

6. Oktober 2010 um 09:49

Für den Beitrag zur Bildungsprämie bin ich euch jedenfalls sehr dankbar. Gestern war ich bei einer Beratungsstelle südlich von München und hab mir meinen Gutschein für 2010 abgeholt.

Rebecca Wanzl

11. Oktober 2010 um 18:28

Lieber Frank,
das klingt gut; es freut mich, dass wir helfen konnten. Nun bin ich aber neugierig: Welche Weiterbildung wird es denn werden?

Frank

15. Oktober 2010 um 11:00

Ich mache jetzt bei der Handwerkskammer meinen Betriebswirt. Bei den Kurs- und Prüfungsgebühren ist die Bildungsprämie eine willkommene Hilfe.

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