Evolutionsmanagement, Systemtheorie und gesunder Menschenverstand
Was können Manager von Bienenvölkern lernen? Wie kann das Spielen Führungskräfte bei der Konstruktion von Realität unterstützen? Ist es vorrangige Aufgabe von Managern, “Attraktoren” für eigenveranwortliches Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen? Für mich persönlich waren dies die spannendsten Fragen, die Dr. Thomas Endres (Lufthansa AG), Torsten Groth (Management Zentrum Witten) und Dr. Klaus-Stephan Otto (Dr. Otto Training & Consulting) gestern Abend an der DUW mit 50 Gästen – launig moderiert von DUW-Präsidentin Ada Pellert – diskutierten. Selten anregend war die intellektuelle Auseinandersetzung um die Bedeutung von Darwin, Luhmann und Bionik für aktuelle Managementtheorien; schillernd bunt, aktuell und geradezu schwindelerregend komplex die argumentativ herangezogenen Bilder. Vom Umgang mit Vulkanaschewolken, den Stärken asiatischer Managementkunst, den (ungeeigneten) theoretischen und (naheliegenden) praktischen Handlungsoptionen angesichts eines ausgelaufenen Hochofens bis hin zur Diversity-Kompetenz deutscher Unternehmen und der Hinterfragung der eiszeitlichen Prägung des gesunden Menschenverstands blieb kaum ein Bereich menschlichen und organisationalen Handelns von der systemischen und evolutionären Diskurslust verschont. So spannend kann Universität sein, wenn Wissenschaft und Praxis aufeinander stoßen… I
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