Managementprinzipien für den Privatgebrauch?
Im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften an der DUW letzten Samstag hat uns in einem Workshop auch die Frage beschäftigt, inwiefern Prinzipien des modernen Managements auch zu einer gelingenden Lebensführung beitragen können : Planen, Ziele und Prioritäten setzen, Wichtiges vor Dringlichem erledigen und Mikromanagement verhindern, Selbstdisziplin, Delegieren, etc. Zunächst klingt es etwas abschreckend nach „Management bis zum Abwinken“ – kein Bereich unseres Lebens mehr ohne Management. Bei genauerer Betrachtung kann die Grundhaltung des bewussten Gestaltens, die typisch ist für erfolgsträchtiges Management , ergänzt um die Einstellung, jedem Tag etwas Positives abzugewinnen, auch im privaten Bereich helfen, auf der herausfordernden Surfwelle des Lebens oben zu bleiben und nicht im Strudel vielfältiger Verpflichtungen unterzugehen. Schließlich ist das moderne Privatleben auch – wie das Leben in modernen Organisationen – voller attraktiver, aber auch verwirrender Optionen und Entscheidungsnotwendigkeiten.
Andererseits könnte man die Betrachtung auch andersherum anstellen und überlegen, was man von gutem „Family Management“ für Organisationen gewinnen kann – ganz im Sinne meines alten Betriebswirtschaftsprofessors, der schon vor dreißig Jahren gesagt hatte: Jemand, der drei Kinder groß gezogen hat, ist unbesehen für das mittlere Management geeignet!
Jedenfalls sollte man die „Weltenvermischung“ aber auch nicht so weit übertreiben, wie im folgenden Zitat von Alistair Beaton („The Little Book of Management Bollocks“):
„Family Life
Reinvigorate your family life by importing positive management models into the home: Introduce total quality management into mowing the lawn. Implement key performance indicators for the cleaning lady. Write a mission statement for the milkman. Outsource your children. Downsize your spouse. Re-engineer the cat.”
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