Bildungsprojekte in Krisengebieten – ein Tropfen auf den heißen Stein?
Bildung ist in Entwicklungsländern nach wie vor ein rares Gut. Dabei ist Bildung vor allem dort der Schlüssel dafür, Armut zu reduzieren. Zudem verhilft Bildung, an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben und trägt damit wesentlich zur Demokratisierung bei.
Verschiedene Hilfsorganisationen machen auf die Probleme und Chancen, die mit (mangelnder) Bildung zusammenhängen, aufmerksam: Menschen, die lesen und schreiben können, sind seltener unterernährt. Mit jedem Jahr, das Kinder in der Schule verbringen, erhöht sich der Durchschnitt ihres späteren Einkommens. Für junge Frauen bedeutet dies rund 10 bis 20 Prozent mehr Einkommen pro absolviertem Schuljahr.
Gerade für Kinder benachteiligter Bevölkerungsgruppen ist der Zugang zu Bildung schwierig; dies gilt auch in Entwicklungsländern. Und auch hier zeigt sich, dass die daraus resultierende Armut an nachfolgende Generationen „weitergegeben“ wird. So haben Kinder von Frauen, die schreiben können, eine doppelt so hohe Chance, das fünfte Lebensjahr zu erreichen, wie Kinder von Analphabetinnen.
Besonders dramatisch daran, dass viele Kinder keinen Zugang zu Bildung haben, ist es angesichts der Tatsache, dass in Entwicklungsländern der Anteil der unter 25-Jährigen oft 50 bis 70 Prozent beträgt.
In Krisengebieten ist die Situation besonders schlimm: Schulen werden durch Kriege zerstört, es fehlt am Nötigsten. Die Menschen – überwiegend Frauen und Kinder sind zur Flucht gezwungen.
Bildung ist eine Investition in die Zukunft dieser Länder und der beste Weg, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
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