Archiv für August, 2010

Geschrieben von Stephan Kochen am 11. August 2010

Die WM 2010 ist seit einigen Wochen vorbei. Aber die Eindrücke von einem gelungenen Fußballfest sind immer noch ganz frisch. Auch weit weg von dem tatsächlichen Geschehen konnten im Juli 2010 zahlreiche Fans die Fußballspiele über Großleinwände bei verschiedenen Public-Viewing-Veranstaltungen live verfolgen und zusammen mit anderen mit fiebern. Public-Viewing-Veranstaltungen sind bei den Fußballfans sehr beliebt.

Ein paar Gesichter aber bleiben immer ernst.

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Geschrieben von Rebecca Wanzl am 6. August 2010

Einerseits sind die Folgen der internationalen Finanzkrise immer noch deutlich spürbar, Stellen werden weiterhin abgebaut. Andererseits sind gut ausgebildete und motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer maßgeblich am Erfolg eines Unternehmens oder einer Organisation beteiligt. Was aber, wenn Unternehmen oder Organisationen ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht mehr voll beschäftigen können, z.B. weil die Auftragslage dies einfach nicht hergibt? Und was weiter, wenn Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen ihr „wertvollstes Gut“ auch über diese (hoffentlich kurze) Zeit hinaus beschäftigen möchten, Entlassungen also keine Alternative darstellen?

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Geschrieben von Udo Thelen am 6. August 2010

In der hochschulpolitischen Fachwelt wird ebenso wie in der Presse und in Internetforen immer öfter die Statusfrage gestellt: Ab wann darf sich eine Hochschule mit Fug und Recht “Universität” nennen? Über die hochschulrechtliche Perspektive hinaus sind die Kriterien komplex und variieren je nach Blickwinkel des Betrachters erheblich. Die Promotionsberechtigung, über die neben einigen kleineren Privathochschulen in der Regel nur die großen Forschungsuniversitäten verfügen, wurde lange Zeit als Hauptmerkmal angeführt. Dahinter stand die Annahme, dass Promotionen wesentlicher Ausdruck des wissenschaftlichen Ansatzes und der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Hochschule seien. Anerkannte Hochschul- und Forschungseinrichtungen ohne Promotionsrecht haben jedoch durch ihr eigenes, häufig international anerkanntes (lehrendes und forschendes) Wirken bewiesen, dass dieses Merkmal nicht ausreicht. Als “hartes” Kriterium für die Unterscheidung zwischen Fachhochschulen und Universitäten gilt daher derzeit vor allem die Art der staatlichen Anerkennung einer Hochschule durch die zuständige Landesbehörde.

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Geschrieben von Eva Cendon am 6. August 2010

Eine Primärerfahrung an der Universität als (Weiter-)Bildungseinrichtung – die Reflexion und der Reflexionsraum? Ich hatte die Auflösung versprochen, was dies denn mit Wölfen, Hunden und Pferden zu tun hat.

Lernen hat eine emotionale Komponente. Emotionale Labilisierung, also Verunsicherung, fördert Lernen. Eine systematische Reflexion der eigenen (beruflichen) Erfahrungen bringt Brüche und Widersprüchlichkeiten zu Tage. Dies ist nicht immer eine angenehme Erfahrung. Erforderlich ist ein „sich-darauf-einlassen“, ein „sich-selbst-aussetzen“. Neumoderner Kram? Mitnichten. Dies haben schon Denkerinnen und Denker früherer Zeiten festgestellt, die der Frage nachgingen, was denn Hochschulbildung tatsächlich ausmache: So verstand beispielsweise John Henry Newman (1801-1890), Gründungsrektor der Catholic University of Ireland, darunter einen kontinuierlichen Prozess der intellektuellen Reflexion dessen, was bereits erkannt wurde. Der britische Hochschulforscher Ronald Barnett fasst dies folgendermaßen zusammen: „higher education … is a higher form of understanding, gained through self-reflection on what is taken for knowledge.“ Und das labilisiert.

Das ist Ihnen zu kognitiv? Und Sie fragen sich, was dies nun tatsächlich mit dem Lernen mit Wölfen Hunden und Pferden zu tun hat?

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