Public Viewing – Private Security
Die WM 2010 ist seit einigen Wochen vorbei. Aber die Eindrücke von einem gelungenen Fußballfest sind immer noch ganz frisch. Auch weit weg von dem tatsächlichen Geschehen konnten im Juli 2010 zahlreiche Fans die Fußballspiele über Großleinwände bei verschiedenen Public-Viewing-Veranstaltungen live verfolgen und zusammen mit anderen mit fiebern. Public-Viewing-Veranstaltungen sind bei den Fußballfans sehr beliebt.
Ein paar Gesichter aber bleiben immer ernst.
Sie zeigen weder Jubel noch Trauer. Das sind die Gesichter derjenigen, die sich während der Veranstaltung um die Sicherheit kümmern. Für diese stellen solche Veranstaltungen eine neue Herausforderung dar, da Public-Viewing erst seit der WM 2006 ein Massenphänomen geworden ist. So fanden bei der Fanmeile an der Siegessäule dieses Jahr bis zu 350.000 Fußballbegeisterte Platz.
Polizei und private Sicherheitsunternehmen, die neben- und miteinander tätig werden, stellen solche Veranstaltungen je nach Ort und Größe vor neue Herausforderungen. Für jede Veranstaltung müssen komplexe Sicherheitskonzepte entwickelt werden. Weder Eingangskontrollen noch Einfriedung oder Rettungswege sind belanglos. Gute Vorbereitung erfordert Einbeziehung früherer Erfahrungen und klare Regeln über Rechte, Pflichten, Verantwortung und Problemlösung.
In diesem Zusammenhang wurde vom Forschungsinstitut für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (FORSI) eine Umfrage zum Thema „Public Viewing“ entwickelt. Sowohl Polizei als auch private Sicherheitsdienste sollen zu ihren Aufgaben, Problemen und Erfahrungen befragt werden. Hierbei steht die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sicherheitspersonal im Vordergrund. Auf diese Weise kann die Wissenschaft ihren Beitrag zum Wissenstransfer zwischen den Sicherheitsdienstleistern und Sicherheitsverantwortlichen leisten.
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