Im Duett erfolgreich – als Lern-Tandem zum Masterabschluss?

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 26. November 2010

Widerspricht sich das nicht? Fernstudium und „zusammen“ Lernen?

Lernen im Tandem kennt man vor allem für Sprachen. Es tun sich jeweils zwei Menschen mit unterschiedlicher Muttersprache zusammen. Meist unterhält man sich bei einem Treffen zuerst in der einen, dann in der anderen Sprache. So sind sie abwechselnd „Lehrender“ und „Lernender“. Die Rolle des oder der Lernenden ist dabei klar – die Rolle des oder der Lehrenden zu übernehmen hat den Vorteil, selbst auch noch etwas zu lernen. Oder wissen Sie zum Beispiel so ganz spontan, dass oder gar warum man in der deutschen Sprache Ordinalzahlen generell zusammenschreibt, Dezimalzahlen hingegen als Wortgruppe?

Letztlich ist es wie beim guten alten Tandem-Fahrrad: Sie und die Mitfahrenden fahren (abwechselnd) an verschiedenen Positionen auf dem gleichen Gefährt in dieselbe Richtung: nämlich vorwärts.

„Tandem-Lernen. Lernen mit Lernpartnern“ heißt die Aktion, zu der die DUW ganz im oben genannten Sinne aufgerufen hat. Wir möchten Menschen, die gemeinsam durch das Fernstudium gehen, systematisch unterstützen. Deshalb bieten wir nicht nur einen Preisnachlass auf die Studienbeiträge, sondern bieten den Kandidaten und Kandidatinnen, die sich bis zum 31. Januar 2011 zu zweit für einen Masterstudiengang an der DUW anmelden, auch ein spezielles Lern-Coaching an.

Aber widerspricht sich das nicht: ZUSAMMEN lernen im FERN-Studium? Ganz und gar nicht! Sie und Ihr Lernpartner oder Ihre Lernpartnerin müssen sich nicht gegenübersitzen, um sich bestimmte Themen gemeinsam zu erarbeiten, um (berufliche) Erfahrungen zu reflektieren oder kreative (Zukunfts-)Modelle zu entwerfen. Im Chat lässt es sich beispielsweise prima gemeinsam brainstormen. Dies ist meist ungehemmter als in der Face-to-Face-Interaktion. Und man ist oft auch weniger kritisch seinen eigenen Gedanken und Ideen gegenüber – ist also kreativer in der Ideensammlung.

Wie lässt es sich aber zusammen lernen, wenn Sie und Ihr Tandem-Partner bzw. Ihre Tandem-Partnerin nicht denselben Studiengang belegt haben? Wie soll sich denn die Veterinärmedizinerin, die an neuen Mitteln gegen Flöhe forscht, mit dem Abteilungsleiter eines großen Sicherheitsdienstleisters oder der selbstständigen IT-Beraterin über berufliche Erfahrungen austauschen? Auch das ist möglich! Viele Dinge sehen wir plötzlich in einem ganz anderen Licht, wenn wir uns Feedback von einem Außenstehenden einholen. Weil Außenstehende ein Problem z.B. aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachten.

Und wenn Sie wirklich fachspezifischen Rat brauchen? Dann gibt es ja immer auch noch Ihre Mitstudierenden desselben Studiengangs, die Lehrenden, Tutorinnen und Tutoren, die Ihnen zur Seite stehen.

Ein zentraler Aspekt des Tandem-Lernens im Fernstudium ist auch die Motivation. Die meisten von uns kämpfen sich durch eine stressige Arbeitswoche mit vielen „Verpflichtungen“. Und dann soll bis zum Ende der Woche noch die Einsendeaufgabe des Studienheftes fertig sein. Da kann es nicht schaden, seinen Tandem-Partner oder seine Tandem-Partnerin als Motivationsstütze an der Seite zu haben. Sie können einem helfen, am Ball zu bleiben und den hin und wieder anklopfenden inneren Schweinehund zu überwinden. Überlegen Sie nur einmal, warum Sie es neulich abends doch noch vom Sofa hoch geschafft haben und zum Sport gegangen sind…

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