Flop oder Top: Bachelor- und Masterabschlüsse in der deutschen Wirtschaft?

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 11. März 2011

Die derzeitige Diskussion zum Thema Bachelor- und Masterabschlüsse dreht sich vor allem um die Anerkennung der Abschlüsse in der Wirtschaft und die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt. Aber stimmt es, dass Bachelorabschlüsse nichts anderes sind als Vordiplome? Stimmt es, dass Absolventinnen und Absolventen von Bachelorabschlüssen sich auf dem Arbeitsmarkt nur dann gegen solche mit Diplomen, Staatsexamen und Magistern durchsetzen können, wenn sie im Anschluss an den Bachelor unmittelbar einen Masterabschluss erwerben?


Fakt ist: Der Bachelor als erster akademischer Grad ist ein berufsqualifizierender Abschluss, der bereits nach drei oder vier Jahren einen deutlich früheren Einstieg in den Beruf ermöglicht als früher. Sowohl Absolventinnen und Absolventen als auch Unternehmen machen gute bis sehr gute Erfahrungen mit den „Junggesellen“ unter den akademischen Abschlüssen. Aber reicht dieser Abschluss wirklich aus?
Diese Frage ist im Grunde genommen nicht zu beantworten, denn Berufsbiografien sind genauso verschieden und individuell wie die Anforderungen seitens der Arbeitgeber. Die Frage sollte daher besser lauten: Wann ist es Zeit, ein Masterstudium aufzunehmen?
Renommierte Unternehmen und führende Personaler sehen gerade im neuen zweistufigen Hochschulsystem einen großen Vorteil – verbunden mit einem noch größeren Mehrwert im Hinblick auf die eigene Organisations- und Personalentwicklung. Es bietet Menschen mit Bachelorabschluss nach einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss nämlich die Möglichkeit, zunächst Berufserfahrung zu sammeln und sich dann – je nach Entwicklungspotenzial und abgestimmt auf die individuelle Laufbahn – gezielt mit einem Masterstudium weiterbilden. Daraus wiederum ergeben sich neue Anschlussmöglichkeiten, insbesondere auch für „ungewöhnliche“ Lebensläufe.
Dass aber Bachelorabsolventen für die Aufnahme eines Masterstudiums ihren Arbeitgeber nach ein bis zwei Jahren verlassen und wieder zu Vollzeitstudenten werden, ist sowohl für Unternehmen als auch für die Berufstätigen selbst keine adäquate Lösung. Folgerichtig fordern viele Unternehmen, die Zahl berufsbegleitender Masterangebote zu erhöhen. Diese stellen jedoch immer noch die Ausnahme dar.
Und die Anerkennung von Masterabschlüssen in der Wirtschaft? Es lohnt sich, einen Blick in aktuelle Stellenanzeigen zu werfen, um diese Frage zu beantworten…

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Ein Kommentar zu Flop oder Top: Bachelor- und Masterabschlüsse in der deutschen Wirtschaft?

Moritz Berger

15. März 2011 um 15:01

Der Markt entscheidet: Und danach ist der BA in .de aus Sicht vieler Unternehmen das Äquivalent zum Vordiplom.

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