Neue Lernkultur: Netzgestütztes Lernen – lernen immer und überall
Vor knapp 15 Jahre fand E-Learning Einzug in die Aus- und Weiterbildung; die Erwartungen waren hoch, sollte doch E-Learning das Bildungssystem umfassend revolutionieren. Und, wurden diese Erwartungen erfüllt? Welche Möglichkeiten bieten E-Learning-Tools tatsächlich und wie sind sie einzusetzen, um eine Alternative zum Kontaktstudium zu sein? Mit dem Feature „E-Learning – Lernen in Bewegung“ widmete sich der Deutschlandfunk in seiner Reihe “Wissenschaft im Brennpunkt” der neuen Lernkultur des netzgestützten Lernens. In dieser Art Bestandsaufnahme fiel die Bilanz eher nüchtern aus. Zu Recht?
Der Beitrag machte eines deutlich: Die realistische Einschätzung der technischen Möglichkeiten von E-Learning einerseits, aber auch die Verankerung in die Bildungslandschaft – sei es auf Seiten der Bildungseinrichtungen oder in Unternehmen und Organisationen – war (und ist) schwierig. Zudem habe sich die Welt des Lernen und des Lehrens durch digitale Medien per se geändert, und tut es noch.
Positiv bewertet wurde, dass Universitäten ihre E-Learning Zentren in ihre Fakultäten integriert haben anstatt sie auszulagern. Dies zeige, dass die Phase des Experimentierens von einer alltäglichen Nutzung der neuen Lerntechnologien abgelöst sei. Viele Universitäten unterhielten E-Learning Systeme, die den normalen Lehrbetrieb nicht ersetzen, sondern ergänzen. Festgestellt wurde allerdings, dass die umfassenden technischen Möglichkeiten aber nur sehr selektiv, d.h. hauptsächlich für die bloße Bereitstellung von Unterrichtsmaterial, kaum aber für kollaboratives Arbeiten oder Simulationen genutzt würden. Gründe für diese einseitige Nutzung seien unzureichende Medienkompetenzen vieler Hochschullehrer wie auch der Umstand, dass die Nutzung von E-Learning nicht fest in die Curricula integriert, sondern rein fakultativ sei. Geht es denn anders?
Wir sagen: Ja! E-Learning-Tools können und sollen material- und personenbezogene Lehre nicht ersetzen, sondern in innovativer Weise ergänzen – ausgerichtet an den jeweiligen Lehr- und Lerninhalten einer Aus- oder Weiterbildung. Gerade Fernuniversitäten und Fernhochschulen setzen in der Entwicklung ihrer Studienangebote immer mehr auf Blended-Learning, also die Kombination traditioneller Lehr- und Lernmethoden, wozu im Fernstudium immer auch die zugesandten Studienhefte zur selbstständigen Bearbeitung gehören, mit unterschiedlichen Formen von E-Learning.
Die DUW legt in ihren Studiengängen großen Wert auf einen didaktisch sinnvollen Einsatz computerbasierter Lerneinheiten. Sie unterstützen die individuelle Flexibilität, d.h. Orts- und Zeitunabhängigkeit des Lernens, und geben den an verschiedenen Orten lebenden Studierenden Raum für regelmäßigen Austausch und gemeinsames Lernen. Neben kollaborativen, asynchron angelegten Lerneinheiten (Foren, Blogs, Wikis etc.) werden Möglichkeiten der synchronen Kommunikation zwischen den Studierenden beispielsweise über Adobe Connect Sessions realisiert. Das Entscheidende dabei ist: E-Learning ist ein fest in den Studienplan integrierter und elementarer Bestandteil des DUW-Studiums; nicht zuletzt, weil auch in der modernen Arbeitswelt die Arbeit in virtuellen Projektteams zunimmt.
Habe ich Sie neugierig gemacht?
Hier geht´s zum Beitrag des Deutschlandfunks.
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