Wenn einer eine Reise tut …

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 6. Juni 2011

Berndt Otte, Studierender Masterstudiengang Bildungs- und Kompetenzmanagement (M.A.)

… so kann er was erzählen, schreibt Matthias Claudius (1740-1850). Allein der Anfang des Erzählens fällt recht schwer, wenn die starken Eindrücke unserer Reise ins Mutterland des lebenslangen Lernens – Finnland – immer noch nachwirken und geordnetes Erzählen vereiteln.

Ich mach´s mir einfach und knüpfe an Eva Cendons Frage in diesem Blog an: Wie kann lebenslanges Lernen in unterschiedlichen Organisationen und (Lern)-Architekturen implementiert werden?

Bezogen auf Statistics Finnland, mein Forschungsfeld, kann ich diese Frage nun beantworten, denn diese Institution hat lebenslanges Lernen implementiert: Es werden persönliche Studienpläne eingesetzt, die WB-Maßnahmen werden mit Credits versehen, so dass die erreichten Lernergebnisse für weitere Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Institution anschlussfähig sind. Lerntagebücher dokumentieren die Hürden des Lernprozesses und das Erreichen von Lernergebnissen. Das Lernen in Gruppen aus Mitstudierenden, aber auch mit lehrenden Beschäftigten gehört ebenso zum Design wie das Lernen am Arbeitsplatz.

Wie hatten einen Heimathafen in Helsinki, so jedenfalls konnten wir das Palmenia-Zentrum für Weiterbildung der Universität Helsinki schon nach zwei Tagen wahrnehmen. Wir sind unglaublich herzlich aufgenommen worden. Spannend war zu erleben, wie sich alle Beteiligten sehr vorsichtig an das Phänomen „Field-Trip als Lernarrangement“ herantasteten, die Gäste ebenso wie die Gastgeberinnen und Gastgeber.

Ach ja, die Studiengruppe: Mir war ja klar, mit wem ich da die Reise antrete, dachte ich: ich als einziger Mann, noch dazu mit Abstand die älteste Person in der Runde, da hast Du keine Chance auf Integration. Also reiste ich einen Tag vorher an, um so wenigstens mit Ortskenntnissen zu punkten. So verkündeten die Frauen schon nach zwei Tagen, dass ich so unmöglich gar nicht bin. Die Reise war gerettet. Angemessener formuliert: Ich habe äußerst beeindruckende Persönlichkeiten kennenlernen und an sehr interessierten Diskussionen teilhaben dürfen. Dafür danke ich Euch.

Ich vermute mal, dass der Field-Trip als einwöchiges Lernarrangement ein Alleinstellungsmerkmal der DUW ist. Selbst aus meiner Außenansicht als Studierender war schon zu spüren, dass eine Reihe von Unwägbarkeiten zu handhaben sind: Von der Heterogenität der Forschungsvorhaben der Studiengruppe angefangen bis zur Wahl und Akquirierung geeigneter Interviewpartnerinnen und -partner. Frau Cendon hat die Durchführung der Studienreise professionell moderiert und uns bei schwierigen Hürden gut unterstützt. Herzlichen Dank für dieses Abenteuer Field-Trip.

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