Fernstudieren und sich nicht verlieren – Die Planung von Job und Fernstudium

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 4. August 2011

Teoman Bressel, DUW

Heutzutage kann man auf Weiterbildung neben dem Beruf kaum noch verzichten. Ein berufsbegleitendes Fernstudium schafft hier nicht nur neue und spannende Perspektiven – es macht sich auch im Lebenslauf sehr gut. Aber wie soll oder kann ich ‚neben‘ dem beruflichen Alltag noch Texte lesen, Seminare besuchen und Prüfungen ablegen? Und was, wenn mir nach einem halben Jahr ‚die Luft ausgeht‘?

Um diesen ‚worst case‘ zu vermeiden, braucht es im Vorfeld einen klaren Plan, wie mein Fernstudium laufen soll. Und vor allem: Ich sollte mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen. Für mich sind daher drei Faktoren entscheidend: 1. Lust auf das Studium, 2. ein durchdachtes Zeitmanagement, 3. Kontinuität.

 

1. Lust auf das Studium

Ohne Spaß am Lernen vertrocknen die Lerninhalte schnell zwischen den Fingern, das kennen wir alle. Ohne Spaß keine Motivation, und das bedeutet: Der Studiengang, der Kurs oder das Zertifikat muss mir persönlich liegen. Am Wochenende oder nach Feierabend lernen mag anstrengend sein – aber wenn ich Lust auf mein Studium habe, dann ist das halb so wild.

Dazu gehört aber auch, sich mit Kommilitoninnen und Kommilitonen zu vernetzen bzw. mit Bekannten, Verwandten oder Kollegen über das eigene Studium zu sprechen. Die Lerninhalte reflektieren, sich etwas erklären lassen oder selber etwas zu erklären: mir hilft es sehr, über das Gelernte zu sprechen, um es zu verinnerlichen und somit später richtig anzuwenden.

2. Zeitmanagement

In meiner Studienzeit habe ich mich in diesem Punkt häufig verschätzt. Beim Studieren neben dem Beruf ist ein gut durchdachtes Zeitmanagement unverzichtbar. Oft schieben sich unvorhergesehene Dinge in den Tagesablauf: Überstunden, ein Treffen mit Freunden, die man ewig nicht gesehen hat u. v. m. Hier ist es wichtig, den Rhythmus nicht zu verlieren, andererseits sich aber auch bewusste Auszeiten vom Studium zu nehmen. Wer sich vornimmt, an allen Wochenenden durchzulernen, überfordert sich ohne Not und rennt irgendwann nur noch seiner ‚Sollerfüllung‘ hinterher. Kenne ich leider zu gut.

Meine Grundregel für richtiges Zeitmanagement lautet daher: Mit der Hälfte der Zeit planen, die man neben dem Job frei hat. Die andere Hälfte bleibt für Familie, Freunde und Hobbies.

3. Kontinuität

Solange ich kontinuierlich dranbleibe und mich mit Anderen austausche, kann nichts schief gehen. In den ersten Wochen ist es ungewohnt, aber irgendwann stellt sich ein Rhythmus ein. Und: Wir reden hier nicht von einem Dauerzustand, die Perspektive zählt. Wenn es dann nämlich geschafft ist, kann ich mir zu Recht auf die Schultern klopfen!

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