Frauen im Vorstand steigern den Erfolg eines Unternehmens
Jessica Martens, DUW
Eine europaweite Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young zeigt, dass Frauen an der Unternehmensspitze den Erfolg eines Unternehmens steigern. Die 300 größten börsennotierten Unternehmen Europas wurden für diese Untersuchung geprüft und das Ergebnis ist eindeutig: Unternehmen mit weiblichen Vorstandsmitgliedern entwickeln sich wirtschaftlich besser als Unternehmen, in denen nur Männer die Chefetage besetzen. Die Studie vergleicht die Jahre 2005 und 2012 – in beiden Jahren notierten Unternehmen schon positivere Kennzahlen in Umsatz, Gewinn, Mitarbeiterzahl und Börsenwert als der Durchschnitt, wenn sich mindestens eine Frau im Vorstand befand.
Frauen in der Führungsetage sind in Deutschland allerdings selten; bisher üben fast ausschließlich Männer dieses Amt aus. Frauen sind meist für die Abteilungen Marketing und Personal zuständig. Nur zwei Prozent der deutschen Vorstandsmitglieder sind weiblich. Die meisten weiblichen Führungskräfte gibt es in Irland (28 Prozent), Schweden (15 Prozent) und Finnland (12 Prozent).
Auch eine vom Bundesfamilienministerium geförderte Studie des KIT-Instituts für Unternehmensführung und der Professur für Management und Controlling der Georg-August-Universität Göttingen bringt ein ähnliches Ergebnis: Frauen in der Geschäftsleitung wirken sich allgemein positiv auf die Firma aus. So weisen Frauen ein besseres soziales Gespür auf und sind kommunikationsfähiger, was sich positiv auf Gruppenprozesse auswirkt. Ganz einfach die gute Mischung macht`s.
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