Beiträge mit dem Tag Lebenslanges Lernen

Geschrieben von Udo Thelen am 27. Februar 2014

Im Auftrag der Bundesregierung haben sechs Wirtschaftswissenschaftler heute Empfehlungen zur Zukunft des Wissenschaftssystems und der beruflichen Bildung abgegeben. Lesenswert und detailgenau sind die Beobachtungen der überwiegend aus volkswirtschaftlicher Sicht argumentierenden Arbeitsgruppe, auch wenn die Datenauswertung – wie häufig bei derartigen Grundlagenuntersuchungen – teils auf veraltetes Zahlenmaterial zurück greifen muss.

Erstaunlich finde ich nach kursorischer Lektüre Folgendes: Die Auswertung am oberen Rand lotet systematisch die Erfolgsfaktoren für Innovaton und Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems (universitäre und außeruniversitäre Forschung) aus. Am unteren Rand wird ebenso ausführlich die Rolle der dualen Berufsausbildung untersucht. Die in letzter Zeit häufig zu hörende Kritk an der zunehmenden Akademisierungswelle, die sich angeblich zu Lasten des Handwerks und der Fachkräfteentwicklung auswirke, findet sich auch an dieser illustren Stelle. Dass das Grundsatzthema “Lebenslanges Lernen” jedoch die bildungspolitische und makroökonomische Klammer darstellt, die für die sektorenübergreifende Leistungsfähigkeit eines Bildungssystems von entscheidender Bedeutung ist, bleibt leider weitgehend ausgeblendet.

weiterlesen

Geschrieben von Eva Cendon am 20. November 2013

Akademische Weiterbildung stellt besondere Herausforderungen – an Studierende ebenso wie an Lehrende. Das wissen alle, die mit diesem Bereich befasst sind. Immer geht es darum, Theorie und Praxis so zu verbinden, dass Reflexionsfähigkeit und damit die Vertiefung berufsrelevanter Kompetenzen gefördert wird. Dabei gilt es, die Weiterbildung in den oftmals ohnehin schon vollgepackten (Arbeits-) Alltag Berufstätiger zu integrieren.

weiterlesen

Geschrieben von Kai Verbarg am 11. Juni 2013

Die amerikanische Behörde für Arbeitsmarktstatistik hat errechnet, dass Baby Boomer im Lebensabschnitt zwischen 18 und 44 im Durchschnitt 11 unterschiedliche Arbeitsverhältnisse hatten und mehr als fünf Perioden von Arbeitslosigkeit erlebten. Für die jetzige und zukünftige Generationen kann man davon ausgehen, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird.

Auch wenn das in den USA sicher bisher noch ein wenig extremer gilt als hierzulande -was heißt das für diejenigen von uns, die noch viele Arbeitsjahre vor sich haben und den Trend zu häufig wechselnden Herausforderungen nicht nur akzeptieren, sondern sogar begrüßen? Es ist sicher sinnvoll, sich permanent und kompetenzbasiert auf den nächsten Job vorzubereiten.

Folgende Empfehlungen können dabei helfen:

1) Fokussieren Sie solche Kompetenzen, die Sie für jeden potenziellen Arbeitgeber wertvoll machen und auch in der Selbstständigkeit unverzichtbar sind – Kommunikationsfähigkeit, Führungskompetenz, Veränderungsmanagement, Wissensmanagement, Projektmanagement, um nur einige zu nennen.

2) Seien und bleiben Sie à jour hinsichtlich der relevanten Megatrends und –themen: Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit, Empowerment und Diversity, Globalisierung, Demographischer Wandel, und andere mehr.

weiterlesen

Geschrieben von Udo Thelen am 21. März 2013

Die Beiträge in der ZEIT zum Thema Open Access und MOOC’s sind als Einführung und Überblick sehr lesenswert:

http://www.zeit.de/2013/12/MOOC-Onlinekurse-Universitaeten

Spannend ist, wie man das Potenzial dieses neuen Zugangs zu hochschulischer Bildung längerfristig bewertet. Waren die frühen MOOC-Ansätze nordamerikanischer Hochschulen noch weitgehend unter der Perspektive von Community Outreach, Marketing und Public Understanding of Science zu betrachten, so hat sich aus der uneingeschränkten Verfügbarkeit wissenschaftlichen Contents aufgrund der technologischen Möglichkeiten inzwischen ein echtes Geschäftsmodell entwickelt.

Für kommerziell tätige Unternehmen, die ihre Angebote derzeit pushen und teils allein, teils in Kooperation mit Hochschulen in großem Ausmaß ausweiten, ist die nachhaltige Tragweite des Geschäftsmodells noch nicht erwiesen. Die Neuerfindung des Telekollegs der dritten Fernsehprogramme aus den 70er Jahren, kombiniert mit einer facebookartigen Interaktionskomponente, dürfte für sich genommen kaum ausreichen. Entscheidend ist, welche Zertifizierungsmöglichkeiten sich ergeben, die über den Erkenntnis- und Qualifikationszugewinn hinaus den Mehrwert für die Teilnehmenden auf dem Arbeitsmarkt sichern.

Soll dabei auf die Kooperation mit staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen und deren akkreditieren Studienangeboten gesetzt werden, ergeben sich diverse Herausforderungen: Wie kommt man mit der technologisch anspruchsvollen und kostenintensiven Identifizierung und Authentifizierung von Teilnehmenden klar, die im Rahmen zertifizierter/akkreditierter Angebote erforderlich ist? In welchem Umfang lassen sich qualifizierte Forschende und Lehrende auf die didaktischen Herausforderungen ein? Wie werden die erworbenen Qualifikationen vom Arbeitsmarkt honoriert?

Eins ist klar: Keine Hochschule kann es sich noch erlauben, auf das Experimentieren mit technologiebasierten Lehrkonzepten zu verzichten. Aus der Auswertung der eigenen Erfahrungen und vor dem Hintergrund einer kritischen Marktbeobachtung sind dann Rückschlüsse zu ziehen, in welchem Umfang Investitionen sinnvoll sind. Kreativ-innovativen Kooperationsmodellen von Hochschulen und Unternehmen dürfte dabei die Zukunft gehören.

 

 

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 23. Oktober 2012

Tina Stalf, Deutsche Universität für Weiterbildung

Wer kennt das nicht? Mal eben schnell ein Rezept im Internet suchen, den Regisseur des Films googeln, den man letztens gesehen hat, oder eine Anleitung zum Wändetapezieren herunterladen – und das am besten direkt in der Küche, im Kino oder im Baumarkt. Was vor einigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realität: Mithilfe mobiler Technologien können wir immer und überall Informationen abrufen und uns auf dem Laufenden halten – wie, wo und wann wir wollen.

Doch nicht nur im privaten Umfeld ändern diese neuen Möglichkeiten unsere Art und Weise mit Informationen umzugehen, auch das Lernen am Arbeitsplatz wird durch diese neue Informationsmobilität beeinflusst. Die Zukunft des Lernens ist flexibel, digital und mobil. Besonders die Generation der sogenannten Digital Natives unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lebt diese neue Art des Lernens schon heute – die ständige Verfügbarkeit von Wissen ist für sie selbstverständlich. Informationen werden bei Bedarf gezielt abgerufen und zwar dann, wenn sie gebraucht werden.

weiterlesen

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 19. Oktober 2012

Tina Stalf, Deutsche Universität für Weiterbildung

Früher war es möglich, ausgelernt zu haben: In der Lehre wurde einem alles notwendige Fachwissen vermittelt und man war bestens auf das Berufsleben vorbereitet. Doch die Zeiten, in denen man eine erlernte Tätigkeit bis zum Ruhestand in nahezu unveränderter Art und Weise ausgeführt hat, sind in den meisten Branchen vorbei. Die heutige Wissensgesellschaft ist geprägt von schnellem Wandel und technologischen Innovationen – und das wirkt sich auch auf die Arbeitswelt aus. Wir haben es heutzutage mit sich ständig verändernden Arbeitsabläufen, -prozessen und -werkzeugen zu tun, an die es sich immer wieder neu anzupassen gilt. Im Klartext bedeutet das: Wer beruflich am Ball bleiben will, muss sich stetig weiterbilden. Denn von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird erwartet, immer auf dem neuesten Wissensstand zu sein.

weiterlesen

Geschrieben von Ada Pellert am 26. September 2011

Wenn das morgendliche Aufstehen zur Qual wird und die Zufriedenheit mit dem Job zum „Dienst nach Vorschrift“ übergeht, dann ist es Zeit, etwas an der Situation zu ändern. Für die DUW-Studie „Kompetenz- und Talentmanagement“ habe ich einige Tipps zusammengetragen, die es ermöglichen, die beruflichen Aufgaben besser zu bewältigen, die Effektivität zu steigern und damit auch die eigene Zufriedenheit im Job zu erhöhen.

weiterlesen

Geschrieben von Izabela Ahmad am 15. September 2011

Der Fachkräftemangel in Deutschland führt zu Umsatzverlusten in Milliardenhöhe. Ohne gut ausgebildetes Personal lässt sich schlecht wirtschaften. Dazu kommt, dass die Suche nach neuen Fachkräften in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden ist. Mit einer Meinungsumfrage unter Erwerbstätigen und einer Befragung von Personalexperten untersucht die DUW die Praxis des Kompetenz- und Talentmanagements. Befragt wurden dabei über 1.000  Berufstätige in Deutschland. Das Ergebnis dieser Umfrage: Jeder fünfte deutsche Erwerbstätige fühlt sich in seinem Job fehl am Platz, davon bezeichnen sich jeweils 11 Prozent als über- oder unterfordert.

weiterlesen

Geschrieben von anita.moerth am 23. Juni 2011

Nach der Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes am 12. Mai 2011 ist nun auch die neue Fassung des Gesetzes veröffentlicht worden. Von den doch vielzähligen Änderungen, die zum Teil eine Angleichung des Berliner Hochschulgesetzes an das Brandenburger Hochschulgesetz darstellen, scheinen mir folgende Änderungen v.a. für Lebenslang Lernende und für Hochschulen, die weiterbildende Masterstudiengänge anbieten, besonders erwähnenswert.

Der Zugang zu weiterbildenden (und künstlerischen) Masterstudiengängen ist auch für beruflich qualifiziert Personen möglich, das heißt, dass Personen auch ohne ersten Hochschulabschluss zu Masterstudiengängen zugelassen werden können. Jede Hochschule kann durch Satzung „die auf der Grundlage einer Eignungsprüfung festzustellenden Anforderungen für den Zugang beruflich qualifizierter Bewerber und Bewerberinnen ohne einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss zum Masterstudium in geeigneten weiterbildenden und künstlerischen Studiengängen (…)“ (§ 10, Abs. 6 Nr. 9) regeln. Mit dieser Öffnung des Zugangs zu wissenschaftlicher Weiterbildung wurde eine wichtige Voraussetzung für Lebenslanges Lernen geschaffen.

weiterlesen

Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 6. Juni 2011

Berndt Otte, Studierender Masterstudiengang Bildungs- und Kompetenzmanagement (M.A.)

… so kann er was erzählen, schreibt Matthias Claudius (1740-1850). Allein der Anfang des Erzählens fällt recht schwer, wenn die starken Eindrücke unserer Reise ins Mutterland des lebenslangen Lernens – Finnland – immer noch nachwirken und geordnetes Erzählen vereiteln.

Ich mach´s mir einfach und knüpfe an Eva Cendons Frage in diesem Blog an: Wie kann lebenslanges Lernen in unterschiedlichen Organisationen und (Lern)-Architekturen implementiert werden?

weiterlesen