Beiträge mit dem Tag Weiterbildung

Geschrieben von Udo Thelen am 27. Februar 2014

Im Auftrag der Bundesregierung haben sechs Wirtschaftswissenschaftler heute Empfehlungen zur Zukunft des Wissenschaftssystems und der beruflichen Bildung abgegeben. Lesenswert und detailgenau sind die Beobachtungen der überwiegend aus volkswirtschaftlicher Sicht argumentierenden Arbeitsgruppe, auch wenn die Datenauswertung – wie häufig bei derartigen Grundlagenuntersuchungen – teils auf veraltetes Zahlenmaterial zurück greifen muss.

Erstaunlich finde ich nach kursorischer Lektüre Folgendes: Die Auswertung am oberen Rand lotet systematisch die Erfolgsfaktoren für Innovaton und Leistungsfähigkeit des Wissenschaftssystems (universitäre und außeruniversitäre Forschung) aus. Am unteren Rand wird ebenso ausführlich die Rolle der dualen Berufsausbildung untersucht. Die in letzter Zeit häufig zu hörende Kritk an der zunehmenden Akademisierungswelle, die sich angeblich zu Lasten des Handwerks und der Fachkräfteentwicklung auswirke, findet sich auch an dieser illustren Stelle. Dass das Grundsatzthema “Lebenslanges Lernen” jedoch die bildungspolitische und makroökonomische Klammer darstellt, die für die sektorenübergreifende Leistungsfähigkeit eines Bildungssystems von entscheidender Bedeutung ist, bleibt leider weitgehend ausgeblendet.

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Geschrieben von Kai Verbarg am 16. Dezember 2013

Ende November hatte ich die Gelegenheit, die DUW als Impulsvortragender und Diskussionsteilnehmer im Rahmen der Fachkräftekonferenz der IHK Berlin zu vertreten. Unter dem provokant gemeinten Titel “Weiterbildung – auch wichtig?” ging es um die Frage, inwiefern Unternehmen durch ganzheitliche und planmäßige Bildungsangebote sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter binden, aber auch im Sinne eines “Employer Branding” zunehmend umkämpfte Bewerberinnen und Bewerber für sich interessieren können. Meine Ausführungen ließen sich als Aufforderung zusammenfassen, Weiterbildung müsse

  • systematisch geplant, begleitet und evaluiert sein;
  • von Unternehmensführung und Führungskräften priorisiert werden;
  • möglichst alle Mitarbeitendengruppen erfassen;
  • und fachliche mit überfachlicher Kompetenzentwicklung verbinden.

Dass dies in Unternehmen ganz unterschiedlicher Größe und Ausrichtung durchaus praktiziert wird, zeigten eindrucksvoll die Podiumsdiskutanten.

Podiumsdiskussion IHK Berlin 26.11.2013 Foto (c) Dr. Caroline Hardt, Hardtc.ommunications

 

Geschrieben von Kai Verbarg am 11. Juni 2013

Die amerikanische Behörde für Arbeitsmarktstatistik hat errechnet, dass Baby Boomer im Lebensabschnitt zwischen 18 und 44 im Durchschnitt 11 unterschiedliche Arbeitsverhältnisse hatten und mehr als fünf Perioden von Arbeitslosigkeit erlebten. Für die jetzige und zukünftige Generationen kann man davon ausgehen, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird.

Auch wenn das in den USA sicher bisher noch ein wenig extremer gilt als hierzulande -was heißt das für diejenigen von uns, die noch viele Arbeitsjahre vor sich haben und den Trend zu häufig wechselnden Herausforderungen nicht nur akzeptieren, sondern sogar begrüßen? Es ist sicher sinnvoll, sich permanent und kompetenzbasiert auf den nächsten Job vorzubereiten.

Folgende Empfehlungen können dabei helfen:

1) Fokussieren Sie solche Kompetenzen, die Sie für jeden potenziellen Arbeitgeber wertvoll machen und auch in der Selbstständigkeit unverzichtbar sind – Kommunikationsfähigkeit, Führungskompetenz, Veränderungsmanagement, Wissensmanagement, Projektmanagement, um nur einige zu nennen.

2) Seien und bleiben Sie à jour hinsichtlich der relevanten Megatrends und –themen: Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit, Empowerment und Diversity, Globalisierung, Demographischer Wandel, und andere mehr.

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Geschrieben von Kai Verbarg am 9. April 2013

In seinem aktuellen Beitrag zur Diskussion „Where Higher Education Went Wrong“ (etwa, „Was läuft falsch mit der universitären Bildung?“) argumentiert Zac Gochenour, dass die Signalwirkung eines Universitätsabschlusses für potenzielle Arbeitgeber mindestens genauso wichtig ist wie die in diesem Studium vermittelten Inhalte und erworbenen Kompetenzen.

Besser als jeder (potenziell verfälschbare) Einstellungstest oder jedes Bewerbungsgespräch signalisiere ein guter Abschluss an einer angesehenen Universität, dass eine Bewerberin oder ein Bewerber über ein Bündel an Eigenschaften verfügt, das für Erfolg in Bildung wie Beruf ausschlaggebend ist, u.a. Fleiß, Selbstorganisationsfähigkeit, Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit usw.

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Geschrieben von Kai Verbarg am 19. März 2013

Gelegentlich „outen“ sich Lerninteressierte, dass sie regelrecht süchtig nach Weiterbildung sind, und praktisch lückenlos auf einen Fernstudiengang gleich den nächsten folgen lassen. Diese Begeisterung ist natürlich einerseits schön, zeigt sie doch ein hohes Engagement und großen Wissensdurst. Allzu häufig aber stellen diese Menschen fest, dass andere Lebensbereiche und sie selbst unter dieser Dauerbelastung leiden. Eine gute Studienberatung und –begleitung ist daher genauso wichtig für Menschen mit solch hoher Studienmotivation wie für diejenigen, die sich vielleicht nur widerstrebend mit dem Thema Weiterbildung auseinandersetzen. Während die einen ihre Möglichkeiten und Zeitreserven unterschätzen, überschätzen die anderen ihre eigene Belastbarkeit – unerlässlich ist für beide “Typen” eine gute und einfühlsame Studienberatung und -begleitung, die bei der optimalen Auswahl  berät und unterstützt, und im Dialog mit der oder dem Studieninteressierten ein sowohl fachlich und inhaltlich sinnvolles, als auch von der Belastungsseite her machbares Studienangebot erstellt. Die Studienberatung fungiert also als WegweiserIn und “DiätberaterIn” angesichts des unüberschaubaren Büfetts an verlockenden Studienmöglichkeiten und ist als solche unerlässlich für nachhaltigen Studienerfolg ohne Suchtgefahr.

Geschrieben von Rebecca Wanzl am 29. November 2012

Bald ist es wieder so weit: die Weihnachtszeit naht. Das tut sie jedes Jahr, und trotzdem ist sie für die meisten Menschen purer Stress. Dabei müssten wir doch eigentlich aus unseren Erfahrungen lernen, oder nicht? Wer oder was hindert uns eigentlich daran, das ganze Jahr schon nach netten Kleinigkeiten Ausschau zu halten? Oder Lebensmittel nur in Mengen zu kaufen, die wir auch tatsächlich brauchen?

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps, wie Sie die Weihnachtszeit entspannt meistern und der eigentliche Höhenpunkt zum gemütlichen Fest wird. Und weil ich für beides ein Faible habe – für Weiterbildung und Weihnachten – frage ich mich, ob Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest auf Weiterbildung übertragbar sind. Klingt merkwürdig, aber einen Versuch ist es wert…

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Geschrieben von Maria Mikoleit am 23. November 2012

Besuch bei Daimler

Am 22.10.2012 startete der Field-Trip für die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Compliance in Peking. Der fünftätige Field-Trip ist Bestandteil aller Masterstudiengänge und spiegelt in ganz besonderer Weise den Praxisbezug des weiterbildenden Studiums an der DUW wider: Die Studierenden können sich in diesem besonderen Rahmen mit Expertinnen und Experten des Berufsfeldes intensiv austauschen und mit den aktuellen Herausforderungen der Praxis auseinandersetzen. In Peking trafen die Studierenden auf Expertinnen und Experten aus dem Bereich Compliance und sammelten Informationen zu ihren im Vorfeld festgelegten Forschungsthemen.

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Geschrieben von Maria Mikoleit am 16. November 2012

Am 15.10.2012 brachen die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit zu einem spannenden Field-Trip in die Schweiz auf, genauer gesagt nach Basel. Der fünftätige Field-Trip ist Bestandteil der Masterstudiengänge und stellt in ganz besonderer Weise den Praxisbezug des weiterbildenden Studiums an der DUW dar, da die Studierenden in dieser Zeit die Möglichkeit zu einem intensiven wissenschaftsbasierten Dialog mit Expertinnen und Experten des Berufsfeldes haben und sie sich mit den aktuellen Herausforderungen der Praxis auseinandersetzen. In Basel hatten die Studierenden Gelegenheit, sich mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen der Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit auszutauschen und Informationen zu ihren im Vorfeld festgelegten Forschungsthemen zu sammeln.

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Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 23. Oktober 2012

Tina Stalf, Deutsche Universität für Weiterbildung

Wer kennt das nicht? Mal eben schnell ein Rezept im Internet suchen, den Regisseur des Films googeln, den man letztens gesehen hat, oder eine Anleitung zum Wändetapezieren herunterladen – und das am besten direkt in der Küche, im Kino oder im Baumarkt. Was vor einigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute Realität: Mithilfe mobiler Technologien können wir immer und überall Informationen abrufen und uns auf dem Laufenden halten – wie, wo und wann wir wollen.

Doch nicht nur im privaten Umfeld ändern diese neuen Möglichkeiten unsere Art und Weise mit Informationen umzugehen, auch das Lernen am Arbeitsplatz wird durch diese neue Informationsmobilität beeinflusst. Die Zukunft des Lernens ist flexibel, digital und mobil. Besonders die Generation der sogenannten Digital Natives unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lebt diese neue Art des Lernens schon heute – die ständige Verfügbarkeit von Wissen ist für sie selbstverständlich. Informationen werden bei Bedarf gezielt abgerufen und zwar dann, wenn sie gebraucht werden.

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Geschrieben von Gastbloggerin/Gastblogger am 19. Oktober 2012

Tina Stalf, Deutsche Universität für Weiterbildung

Früher war es möglich, ausgelernt zu haben: In der Lehre wurde einem alles notwendige Fachwissen vermittelt und man war bestens auf das Berufsleben vorbereitet. Doch die Zeiten, in denen man eine erlernte Tätigkeit bis zum Ruhestand in nahezu unveränderter Art und Weise ausgeführt hat, sind in den meisten Branchen vorbei. Die heutige Wissensgesellschaft ist geprägt von schnellem Wandel und technologischen Innovationen – und das wirkt sich auch auf die Arbeitswelt aus. Wir haben es heutzutage mit sich ständig verändernden Arbeitsabläufen, -prozessen und -werkzeugen zu tun, an die es sich immer wieder neu anzupassen gilt. Im Klartext bedeutet das: Wer beruflich am Ball bleiben will, muss sich stetig weiterbilden. Denn von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird erwartet, immer auf dem neuesten Wissensstand zu sein.

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